Jahresbericht 2025 Institut für Pflanzenschutz

Luftknollen an der KartoffelpflanzeZoombild vorhanden

Luftknollen an Kartoffelpflanze als Folge einer Infektion,
Foto: Judith Harreiter

Pflanzenschutz dient der Sicherung der Qualität des Erntegutes und der Verringerung von Ertragsverlusten. Sichere und qualitativ hochwertige Ernten sind ohne Pflanzenschutz nicht möglich. Dabei soll der Schutz unserer Kulturpflanzen noch enger verknüpft werden mit der Erhaltung von Biodiversität und natürlichen Lebensgrundlagen sowie dem Wohl des Verbrauchers.

Das Institut für Pflanzenschutz der LfL als Kompetenzzentrum für den Pflanzenschutz in Bayern befasst sich in vielfältiger Weise mit Themen, die den Pflanzenschutz in der Landwirtschaft betreffen: von praxisorientierter Feld- und Laborforschung über die Diagnose von Krankheiten und Schädlingen bis zum Vollzug von Gesetzen und Verordnungen. Die gewonnenen Erkenntnisse werden laufend an Landwirte, Gärtner, Berater, Politik und Gesellschaft weitergegeben. Dieser Jahresbericht verschafft einen Gesamtüberblick über die Arbeit des Instituts im Jahr 2025.

Das Jahr in Zahlen
6 Führungen/ Exkursionen mit 122 Gästen – 50 Veröffentlichungen – 206 Vorträge

Berichte aus den Arbeitsgruppen

IPS 1a
Grundsatzfragen des Pflanzenschutzes, Genehmigungsverfahren

Die Arbeitsgruppe IPS 1a ist zuständig für Grundsatzfragen im Pflanzenschutz und bearbeitet beispielsweise federführend Stellungnahmen zum Pflanzenschutzrecht und zu arbeitsgruppenüberschreitenden Fachfragen.  Mehr

IPS 2a
Mykologie

Pilze spielen eine große Rolle als Ursache von Pflanzenkrankheiten. Die Arbeitsgruppe IPS 2a – Mykologie – der LfL beschäftigt sich mit der Diagnose von pilzlichen Schaderregern an Kulturpflanzen.  Mehr

IPS 2b
Bakteriologie

Zahlreiche Krankheiten an Kulturpflanzen können durch Bakterien verursacht werden. Eine exakte Diagnose solcher bakteriell bedingten Pflanzenkrankheiten ist Voraussetzung für zielführende Bekämpfungs-, Vorbeugungs- bzw. Quarantänemaßnahmen. An der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft ist die Arbeitsgruppe IPS 2b zuständig für die Diagnose bakterieller Krankheiten an Kulturpflanzen aus Landwirtschaft und Gartenbau.  Mehr

IPS 2c
Virologie

Das virologische Labor der LfL ist in Bayern die zentrale Anlaufstelle, wenn es um die Diagnose von Viruskrankheiten an Pflanzen geht. Proben für den Hoheitsvollzug sowie von Anbauberatern, Landwirten, Gartenbauern, Züchtern, Universitäten, Hochschulen und Privatpersonen werden auf das Vorhandensein von Viren, Viroiden und Phytoplasmen untersucht. Auch die Untersuchungen auf Quarantäneschädlinge fallen in den Aufgabenbereich von IPS 2c.  Mehr

IPS 3b
Herbologie: Integriertes Unkrautmanagement (IWM) Projekt

Das Projekt Integriertes Unkrautmanagement (IWM) wird seit 2021 an zwei Versuchsstandorten in Nord- und Südbayern durchgeführt. In einer Fruchtfolge aus Winterweizen, Silomais und Sojabohnen und mit den beiden Bodenbearbeitungssystemen Pflug und Grubber werden Möglichkeiten zur Reduzierung des Herbizideinsatzes geprüft.  Mehr

IPS 3c
Krankheiten in Blattfrüchten und Mais, Schädlinge und Wachstumsregler in Ackerbaukulturen

Die in der Arbeitsgruppe "Krankheiten in Blattfrüchten und Mais, Schädlinge und Wachstumsregler in Ackerbaukulturen" durchgeführten Forschungsaktivitäten zum integrierten Pflanzenschutz haben zum Ziel, eine qualitativ hochwertige, umweltverträgliche, leistungsfähige und nachhaltige Pflanzenerzeugung in Bayern zu sichern.  Mehr

IPS 4b
Jahresbericht 2025 – Quarantänemaßnahmen bei Kartoffeln

Die Arbeitsgruppe Quarantänemaßnahmen bei Kartoffeln ist zuständig für die Erhebung, die Untersuchung und die Bekämpfung von Quarantäneschadorganismen (QSO) der Kartoffel in Bayern. Zurzeit sind das die folgenden Krankheiten bzw. Erreger: Bakterielle Ringfäule der Kartoffel (Clavibacter sepedonicus), Schleimkrankheit der Kartoffel (Ralstonia solanacearum), Kartoffelzystennematoden (Globodera pallida und Globodera rostochiensis), Wurzelgallennematoden (Meloidogyne chitwoodi und Meloidogyne fallax), Kartoffelkrebs (Synchytrium endobioticum) und die Amerikanischen Kartoffelerdflöhe (Epitrix cucumeris, Epitrix papa, Epitrix subcrinita und Epitrix tuberis). Ihr Auftreten ist meldepflichtig.  Mehr

IPS 4c
Phytosanitäre Maßnahmen im EU-Binnenmarkt

Der Handel mit Pflanzen oder Pflanzenteilen birgt das Risiko, das mit den Pflanzen Krankheiten bzw. Schädlinge verschleppt werden können. Werden die Pflanzen kultiviert, besteht die Gefahr, dass die den Pflanzen anhaftenden Schadorganismen sich verbreiten, etablieren und dadurch hohen Schaden verursachen. Pflanzengesundheitliche Maßnahmen zielen darauf ab, eine Einschleppung und Verbreitung zu verhindern und sichern somit eine nachhaltige Pflanzenproduktion.   Mehr

IPS 4d
Monitoring und Bekämpfung von Quarantäneschadorganismen

Der Arbeitsgruppe IPS 4d obliegt die Erhebung und Bekämpfung von Quarantäneschaderregern in Bayern. Im Rahmen des Nationalen Monitoringprogramms koordiniert IPS 4d jährlich die Erhebungen auf die entsprechenden Unionsquarantäneschädlinge durch die Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (ÄELF). Wird in Bayern Befall mit einem Unionsquarantäneschädling festgestellt, dann richtet IPS 4d bei Bedarf ein abgegrenztes Gebiet (Quarantänezone) ein und ist in diesem für die Bekämpfung zuständig. Ziel der Bekämpfung des Befalls ist die Wiederausrottung bzw., wenn diese nicht mehr möglich ist, die Eindämmung des Schädlings.  Mehr