Arbeitsschwerpunkt
Klimaänderung

Die aktuellen Klimamodellierungen lassen ganzjährig höhere Temperaturen, im Sommer geringere und im Winter zunehmende Niederschläge, eine deutliche Erhöhung der CO2-Konzentration in der Luft sowie eine Zunahme von Extremereignissen erwarten. Diese Änderungen werden in der Landwirtschaft positive wie negative Auswirkungen haben. Da die Landwirtschaft weitgehend ungeschützt vor den Klimaeinflüssen stattfindet, muss sie sich wie kaum ein anderer Wirtschaftszweig mit den damit verbundenen Konsequenzen auseinander setzen. Die Landwirtschaft trägt durch ihre Aktivitäten auch zur Emission klimaschädlicher Gase bei. Es ist Aufgabe einer umweltschonenden Landwirtschaft, diese Emissionen nach Möglichkeit zu minimieren.

Aktuell

Forschungsprojekte

Rollgewächshaus zur Simulation von Trockenstress

Forschungsprojekte sollen helfen, die Auswirkungen der Klimaänderung auf die bayerische Landwirtschaft frühzeitig zu erkennen und praxisgerechte Antworten darauf zu finden. Hierzu wird u. a. an der Züchtung von Pflanzen mit höherer Toleranz und Widerstandsfähigkeit gegen Trockenstress und klimabegünstigte Krankheiten (Ramularia, Alternaria) an der Anpassung von Düngung und Bewässerung sowie an der Vermeidung von Verdichtungen und Erosion durch neue Bewirtschaftungssysteme gearbeitet. Ökonomische Analysen begleiten diese Aktivitäten.

Die Klimaänderung wirkt sich in verschiedenen Bereichen der Landwirtschaft aus. Mehr Trockenstress und extreme Wetterereignisse erhöhen die Erosionsgefahr und erfordern Anpassungen bei der Bewirtschaftung, Düngung und Sortenwahl. Die LfL erforscht das Ausmaß (Monitoring), die Wirkung und mögliche Anpassungsstrategien in zahlreichen Projekten.

Praxisinformationen

Fachbeiträge

Publikationen

Veranstaltungen

Personen an einer Versuchsanlage auf einem Feld

Hintergrund

Globale Klimaänderung und ihre wesentlichen Ursachen

Auf der gesamten Erde findet derzeit eine Klimaänderung statt. Global gesehen erhöht sich die Temperatur der Luft über dem Festland, über dem Meer und im oberen Bereich der Troposphäre sowie die des Wassers an der Meeresoberfläche seit nunmehr rund 100 Jahren und verstärkt seit etwa 1950. Gletscher, Schneedecken und Meereis nehmen ab, der Meeresspiegel steigt an. Die Luftfeuchtigkeit und der Wärmegehalt der Meere nehmen ebenfalls zu. Besorgniserregend erscheint vor allem die Schnelligkeit dieser Veränderungen.
Für 2015 betrug die Anomalie der globalen mittleren Lufttemperatur seit 1850 ca. 0,75 °C. Wie der Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) feststellt, scheinen solch drastische Veränderungen des Weltklimas seit Menschengedenken nicht aufgetreten zu sein. Auf Basis des aktuellen Verständnisses des Klimasystems ist dieser Klimawandel mit höchster Wahrscheinlichkeit vor allem durch den Menschen verursacht. Der Eintrag großer Mengen an Treibhausgasen in die Erdatmosphäre erhöht den Strahlungsantrieb und führt zu einer globalen Erwärmung.
Klimawirkung der Landwirtschaft
Die Landwirtschaft ist sowohl Verursacher von Treibhausgasemissionen, die zur Klimaänderung beitragen, als auch direkt Betroffener eines wärmeren und trockeneren Klimas. Besonders die Entwässerung und Bewirtschaftung von feuchten Standorten insbesondere von Mooren haben einen großen Anteil an den Treibhausgasemission.

Klimawirkung der Landwirtschaft

Themen

Beteiligte Institute und Abteilungen

Ansprechpartnerin
Institut für Ökologischen Landbau, Bodenkultur und Ressourcenschutz
Dr. Annette Freibauer
Lange Point 12
85354 Freising
Tel.: 08161 8640-4001
Fax: 08161 71-5848
E-Mail: Agraroekologie@LfL.bayern.de