EDV-Fachprogramm Düngung
Berechnung organischer Dünger (Grenze 170 kg N/ha)

Nach § 6 der Düngeverordnung darf mittels organischer und organisch- mineralischer Dünger nur so viel Stickstoff (Ngesamt) ausgebracht werden, dass im Durchschnitt der landwirtschaftlich genutzten Fläche des Betriebs 170 kg N je Hektar und Kalenderjahr (01.01. bis 31.12.) nicht überschritten werden.

Aktuelles

Die Berechnung der betriebsbezogenen Grenze 170 kg N/ha in einem tierhaltenden Betrieb wird ab dem Kalenderjahr 2021 erstmals im neuen LfL Lagerraumprogramm berechnet.
Ein separates Programm zur Berechnung der Grenze 170 kg N/ha in einem tierhaltenden Betrieb steht 2021 nicht zur Verfügung stehen.

Grenze 170 kg N/ha

Berechnung organischer Dünger (Grenze 170 kg N/ha)Zoombild vorhanden

Berechnung der Grenze 170 kg N/ha betriebsbezogen

In die „170 kg Grenze“ fließen neben der Stickstoffmenge aus Wirtschaftsdüngern tierischer Herkunft auch die Stickstoffmengen aus allen anderen organischen Düngern, die im Betrieb ausgebracht werden (z.B. Biogasgärrest), ein. Reine Mineraldünger fallen nicht unter die 170 kg N/ha Grenze. Bei der Berechnung der 170 kg N/ha Grenze dürfen Stall- und Lagerungsverluste abgezogen werden.
Neben der betriebsbezogenen Grenze 170 kg N/ha ist auf roten Flächen zudem die schlagbezogene Grenze 170 kg N/ha zu beachten. Anders als die betriebsbezogene 170 kg N-Grenze bezieht sich die schlagbezogene Grenze nicht auf das Kalenderjahr, sondern auf das Düngejahr.

Schlagbezogene Grenze 170 kg N/ha auf roten Flächen (in der Seitenmitte)

EDV-Programm zum Herunterladen

Berechnung der betriebsbezogenen 170 kg N/ha Grenze und der organischen Stickstoffmenge im Betrieb
Mit dem bereitgestellten EDV-Programmen kann die betriebsbezogene Grenze von 170 kg N/ha, der Gesamtanfall der organischen Stickstoffmenge im Betrieb und die Stickstoffmenge die über organische Dünger evtl. noch aufgenommen werden kann bzw. abgegeben werden muss, ermittelt werden. Über die Berechnung der Grenze 170 kg N/ha kann die Einhaltung der Grenze im Fall einer Kontrolle belegt werden.

Erläuterungen zur Berechnung

Betriebsbezogene Grenze 170 kg N/ha im tierhaltenden Betrieb
Betriebe mit Tierhaltung bzw. mit organischer Düngung, aber ohne betriebseigene Biogasanlage können die betriebsbezogenen Grenze 170 kg N/ha im LfL Lagerraumprogramm berechnen.

Dabei ist zu beachten:

  • Anrechenbarer Viehbestand
    Bei der Kontrolle der Obergrenze 170 kg Stickstoff durch den Cross-Compliance-Prüfdienst werden die Berechnungen der abgelaufenen Kalenderjahre geprüft. Für eine Planung empfehlen wir einen Sicherheitszuschlag zu berücksichtigen, da zum Planungszeitpunkt noch nicht alle Einflussfaktoren endgültig bekannt sind (Tierbestandsschwankungen, Flächenänderungen).
  • Die Milchleistung berechnet sich aus der abgelieferten Milch geteilt durch die Kuhzahl des Betriebes. Es kann aber auch das Ergebnis der Milchleitungsprüfung verwendet werden.
Fermenter einer Biogasanlage

Fermenter einer Biogasanlage

Betriebsbezogene Grenze 170 kg N/ha im Biogasbetrieb
Für Betriebe mit betriebseigener Biogasanlage (auch bei zusätzlicher Tierhaltung) muss das Programm „Biogasgärrest-Rechner“ verwendet werden. Dieses Programm kann auch für gewerbliche Betriebe ohne Fläche zur Ermittlung des Stickstoffanfalls in der Biogasanlage verwendet werden. Der Biogasgärrest-Rechner berechnet nach Angabe der Substrate und Angabe der Einsatzmengen den Gärrestanfall je Jahr und dessen durchschnittlichen Nährstoffgehalte. Zudem kann mit ihm überprüft werden, ob die Vorgaben der WDüngV und DüV (Grenze 170 kg N/ha, Lagerkapazität) eingehalten werden.

Biogasgärrest-Rechner

Fragen?

Bei Fragen zu fachlichen Fragen und zum Programm wenden Sie sich bitte an Ihr zuständiges Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.

Liste Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Externer Link