Arbeitsschwerpunkt
Ökologischer Landbau

Die Forschung und Entwicklung zum ökologischen Landbau ist an der LfL bereits seit ihrer Gründung im Jahr 2003 als Querschnittsaufgabe im LfL-Arbeitsschwerpunkt Ökologischer Landbau organisiert. Alle neun LfL-Institute wirken hier mit. Das am Institut für Ökologischen Landbau, Bodenkultur und Ressourcenschutz angesiedelte Kompetenzzentrum Ökolandbau der LfL koordiniert die Aktivitäten des Arbeitsschwerpunktes sowie den Wissenstransfer der Forschungsergebnisse in die Praxis. Das Bayerische Staatsministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten betraute das Kompetenzzentrum zudem seit 2013 mit der Betreuung von Maßnahmen aus dem Landesprogramm BioRegio Bayern 2020.

Themenbereiche

Forschungsergebnisse, Forschungsprojekte, Fachbeiträge und Praxisempfehlungen sowie Informationen zu den von der LfL betreuten BioRegio 2020-Maßnahmen:

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Mütterliche Sauen statt Kastenstand | Beitrag des BR aus der Sendung "Unser Land", 03.07.2020
Volltextalternative zum Video "Mütterliche Sauen statt Kastenstand"
Der Film zeigt den Sauenbetrieb von Christian Zellner in Kelheim (Lkr. Kelheim). Er erfasst seit eineinhalb Jahren für die LfL die Mütterlichkeitsdaten seiner 230 Sauen. Alle drei Wochen ferkeln 34 Sauen bei ihm ab. Elisabeth Sinz, die das Projekt an der LfL bearbeitet, besucht Christian Zellner. Sie hat mit ihrem Team für das Forschungsprojekt den Erhebungsbogen entwickelt. Wichtig sind hierbei bestimmte Merkmale, die Einfluss auf die Mutterqualitäten haben. Das sind das Nestbauverhalten kurz vor der Geburt, die Geburt an sich, die Homogenität des Wurfes, die Vitalität der Ferkel, der Gesundheitsstatus der Sau nach der Geburt und ihr Verteidigungsverhalten.
Gute Muttereigenschaften, wie z.B. vorsichtiges Ablegen und umgängliches Verhalten dem Landwirt gegenüber, sind für ihn wichtiger als früher, da in seinem neuen Stall sog. Bewegungsbuchten eingebaut sind. Die Sauen haben hier mehr Platz und werden nur noch kurzzeitig fixiert. Im alten Stall mit den Ferkelschutzkörben hat er bislang 4 Prozent weniger Verluste als in den Bewegungsbuchten. Elisabeth Sinz ist jedoch überzeugt, dass sich die Ferkelverluste in den Bewegungsbuchten minimieren lassen, wenn der Sauenbestand schrittweise durch mütterliche Sauen ersetzt wird. Die Projektdaten unterstreichen das. Die Ergebnisse haben gezeigt, dass z.B. das Geburtsverhalten eine wichtige Rolle spielt, ebenso homogene und vitale Würfe.
Im weiteren Verlauf des Films besucht Elisabeth Sinz den Bio-Betrieb von Florian Doll in Nittenau (Lkr. Schwandorf). Öko-Ferkelerzeuger Florian Doll ist einer der Pioniere im Projekt. Bereits seit fünf Jahren erfasst er die Mütterlichkeitsmerkmale seiner Tiere. Gerade bei der Bio-Sauenhaltung, bei der die Sau nur in Ausnahmefällen fixiert werden darf, ist es wichtig, umgängliche Sauen gegenüber dem Landwirt zu haben, die gleichzeitig auch gut auf ihre Ferkel aufpassen. In den letzten fünf Jahren hat Florian Doll nur noch Sauen mit guten Mütterlichkeitsmerkmalen aus der eigenen Nachzucht gedeckt. Beim freien Abferkeln im Stall mit Stroh kann die Sau ihr natürliches Nestbauverhalten vor der Geburt ausleben.
Genügt es, die Sauen auf Mütterlichkeit zu selektieren? Florian Doll berichtet von seinen Erfahrungen, dass gute Muttereigenschaften nicht nur Tier-, sondern auch Rassebedingt sind. Mit den Erfahrungen aus dem Projekt hat Florian Doll zwei Ferkel pro Sau und Jahr mehr. Florian Doll beschreibt auch den Gruppenabferkelstall, in dem fünf bis sechs Sauen gemeinsam abferkeln und danach zusammen ihre Ferkel aufziehen. Auf seinem Betrieb hält Florian Doll 40 Muttersauen mit ca. 4-6 Geburten alle drei Wochen. Er diskutiert die Übertragbarkeit freien Abferkelns für größere Betriebe hinsichtlich Platzbedarf, Management und Genetik.
Das Forschungsprojekt zeigt deutlich, dass es für tiergerechtes freies Abferkeln ohne Kastenstand nicht nur eine andere Aufstallung braucht, sondern auch andere Sauen.

Forschungs- und Innovationsprojekt
Speiseleguminosen BioBayern

Eine Biene sitzt auf einer kleinblühenden, helllilafarbenen Blüte an einer grünen Pflanze

Ihre Inhaltsstoffe sowie Ernährungstrends lassen die Nachfrage nach regional erzeugten Öko-Speiseleguminosen steigen. Für Anbau und Vermarktung derselben entwickelt die LfL produktionstechnische Grundlagen und Praxisleitfäden mit Aufbau eines Praxisnetzwerks.  Mehr

Hofporträts Ökolandbau, auch zum Anhören – Neu im LfL-Aktionsrucksack Biodiversität

Kärtchen in einer Wiese

In den Hofporträts inkl. Interviews zum Anhören stellt die LfL Bio-Betriebe vor, die durch ihre Wirtschaftsweise verschiedenste Facetten der Biodiversität in der Praxis fördern und besonders gut verwirklichen. Fünf der acht portraitierten Bio-Betriebe sind im BioRegio-Betriebsnetz vertreten.  Mehr

8. Öko-Landbautag 2020 – Neuer Termin: 27. Oktober 2020

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Neuer Termin für den 8. Öko-Landbautag von LfL und HSWT ist der 27. Oktober 2020! Aufgrund der Verordnungen zur Corona-Pandemie musste der ursprüngliche Termin am 1. April 2020 verschoben werden. Momentan ist geplant, die Tagung - wie üblich - als Präsenzveranstaltung durchzuführen. Für den Fall, dass dies aufgrund der Vorgaben zur Corona-Pandemie nicht möglich sein wird, findet die Tagung per Livestream statt. Eine Entscheidung hierfür wird im August getroffen. Anmeldungen werden ab Anfang September möglich sein.   Mehr

BioRegio-Bildungsmaßnahmen 2020
Abgestufte Wiesennutzung und Milcherzeugung: Weidesysteme und Grünlandmanagement für Bio-Milchviehbetriebe, 23. September 2020

BioRegio-Bildungsmaßnahme Abgestufte Wiesenutzung Weidesysteme

In Theorie und Praxis: Nach der Begrüßung und Vorstellungsrunde stellt der Betriebsleiter den Betrieb vor (Führung) und sein Fütterungskonzept. Anschließend Vortrag zu den Nährstoffkreisläufen am Betrieb und das Bewirtschaftungskonzept. Abgerundet wird die Veranstaltung durch Erfahrungsberichte mit verschiedenen Weidesystemen und der abgestuften Wiesennutzung am Betrieb mit Felderbegehung. Die Veranstaltung richtet sich an bereits neu umgestellte Betriebe.  Mehr

Forschungs- und Innovationsprojekt
Mulchsaatverfahren Öko-Mais

Maispflanzen in einem Acker, der Boden ist bedeckt mit einem Getreide, alle Halme liegen auf der Erde

Das Projekt UNSIFRAN beschäftigt sich im Zeitraum von 2019 bis 2023 mit der Optimierung der Unkrautregulierung im ökologischen Silomaisanbau. Der Unkrautbesatz ist ein zentrales Problem, hier sollen im Projekt Lösungen erarbeitet werden.  Mehr

Forschungs- und Innovationsprojekt
Erosionsschutz Mais (ökologischer Landbau)

Maispflanzen in Reihen, dazwischen kleinere Pflanzen

Im ökologischen Landbau sind neue, alternative Verfahren für den Erosionsschutz im Mais nötig. Ziele des Teilprojektes (ökologischer Landbau) sind, ein Verfahren zu entwickeln, das auf vorhandener Technik aufbaut und die Entwicklung von erosionsschützenden und maisverträglichen Untersaatenbänder.  Mehr

Schwefeldüngung im ökologischen Pflanzenbau

Grüner Aufwuchs von oben, aufgeteilt in zwei Parzellen

Seit einigen Jahren steht die Schwefeldüngung auch im ökologischen Landbau im Fokus, da die Schwefeleinträge aus der Luft zurückgingen. Daher erforschte die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft in Zusammenarbeit mit Ämtern, Öko-Erzeugerringen und Partnerbetrieben in den Jahren 2012 bis 2018 verschiedene Themenaspekte rund um die Schwefeldüngung im ökologischen Landbau.  Mehr

Ansprechpartner
Dr. Klaus Wiesinger
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Tel.: 08161 8640-3832
Fax: 08161 8640-5848
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